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	<title>Noltejournal &#124; Magazin &#187; Schule &#124; Noltejournal | Magazin</title>
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		<title>Die Lernwelt ist flach</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Mar 2013 05:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Nolte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umzu]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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		<description><![CDATA[An der Waldschule in Hatten halten Tabletcomputer Einzug in die Klassenzimmer. Damit wird Papier gespart &#8211; und als Nebeneffekt, wenn&#8217;s gut läuft, auch Medienkompetenz vermittelt. &#160; Eine kleine, herkömmliche Tafel hängt noch im Klassenzimmer; etwas verschämt in der Ecke; sie dient wohl als Backup, falls die Technik mal versagen sollte. &#8230;]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;">An der Waldschule in Hatten halten Tabletcomputer Einzug in die Klassenzimmer. Damit wird Papier gespart &#8211; und als Nebeneffekt, wenn&#8217;s gut läuft, auch Medienkompetenz vermittelt.</span></p>
<div id="attachment_41957" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.noltejournal.de/Magazin/wp-content/uploads/2013/03/waldschule-tablets.jpg"><img class="size-full wp-image-41957" alt="Lösung auf einen Klick, äh, Fingertipp: Matheunterricht mit Tablet. FOTO: mno" src="http://www.noltejournal.de/Magazin/wp-content/uploads/2013/03/waldschule-tablets.jpg" width="600" height="400" /></a><p class="wp-caption-text">Lösung auf einen Klick, äh, Fingertipp: Matheunterricht mit Tablet. FOTO: mno</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine kleine, herkömmliche Tafel hängt noch im Klassenzimmer; etwas verschämt in der Ecke; sie dient wohl als Backup, falls die Technik mal versagen sollte. Den zentralen Platz an der Wand nimmt ein Whiteboard ein, das Tafelbild wird durch einen Beamer erzeugt, der wiederum an einem Notebook hängt – und auch die Schüler der Klasse 8aR der Waldschule Hatten im niedersächsischen Landkreis Oldenburg arbeiten nur noch selten mit Heft und Füller. Jeder einzelne hat ein Tablet vor sich, auf dem die Aufgaben gelöst werden. Federmappen, Ringblöcke und Bücher sind hier weitgehend überflüssig geworden.</p>
<p>Hans-Gerd Cordes gibt gerade Matheunterricht und lässt seine Schüler einen Test, nun ja, „schreiben“. Es geht um Zinsrechnung, und die Aufgaben der herangezogenen Internet-Lernplattform bieten mehrere Antwortmöglichkeiten, von denen nur eine richtig ist. Raten hilft den Schülern freilich nicht, sie müssen auch den richtigen Lösungsweg nennen – ganz altmodisch mündlich. Das funktioniert, wenngleich Cordes einräumt, dass der Digitalunterricht im Bereich Mathe noch verbesserungswürdig sei – es fehle an brauchbaren Apps.</p>
<p>Am Ende der Stunde fasst einer der Schüler die Ergebnisse in einer Präsentation zusammen, die er nebenbei erstellt hat, das Ganze wird auf den Schulserver hochgeladen. Früher wurde einfach die Tafel abgewischt, sagt Klassenlehrer Eyk Franz – heute lassen sich die Unterrichtsergebnisse archivieren und jederzeit wieder aufrufen. Nur einer der Vorteile des digitalen Unterrichts; ein anderer ist ganz offensichtlich: Die Schüler müssen keinen Atlas mehr zur Schule schleppen, wenn Erdkunde auf dem Stundenplan steht. Das Tablet macht’s möglich. Er habe sein Papieraufkommen um 80 Prozent reduziert, sagt Franz. Klassenarbeiten werden allerdings noch auf die herkömmliche Weise geschrieben; die Vielzahl Möglichkeiten, via Netz vorzusagen, wäre kaum zu kontrollieren.</p>
<p>In der Schule gibt es bereits mehrere Notebook-Klassen, allerdings seien Tablets wegen der unkomplizierten Bedienung besser geeignet, findet Medienpädagoge Andreas Hofmann. Der schon beinahe etwas futuristisch anmutende Unterricht hat seinen Preis: Die Eltern lassen sich die Anschaffung der Geräte 18 Euro im Monat kosten, drei Jahre lang. Ein Teil des Geldes fließt in einen Sozialfonds, mit dem einkommensschwächere Familien bei der Anschaffung unterstützt werden. Anderswo, sagt Franz, werde die Anschaffung eines wissenschaftlichen Taschenrechners vorausgesetzt &#8211; der koste auch schon 150 Euro, und lege man etwa nochmal dieselbe Summe drauf, bekomme man bereits ein Tablet, das viel mehr Möglichkeiten biete. Und die entsprechende App, die den Taschenrechner ersetzt, müssen man gerade einmal 79 Cent auf den virtuellen Ladentisch legen.</p>
<p>Die allermeisten Eltern freuen sich über das Angebot, sagt Hofmann – wohl auch nicht zuletzt deshalb, weil viele wenig Einblick darin haben, was ihre Kinder den lieben langen Tag mit diesen Geräten tun. In der Schule lässt sich das Internetverhalten in den Unterricht einbetten, die Schüler können etwa bei Fragen schnell reagieren und eine Onlinerecherche durchführen – und bei dieser Gelegenheit lassen sich auch gleich die damit verbundenen Fallstricke thematisieren: Wie googlet man richtig? Warum landet man fast immer bei der Wikipedia – und wie weit kann man der eigentlich trauen? Dem Lehrer biete sich die Möglichkeit zu erklären, weshalb das Onlinelexikon so oft unter den ersten Treffern zu finden ist, wie es strukturiert ist, wie Suchmaschinen arbeiten. Der normale Unterricht erhält damit eine Komponente Medienkompetenz.</p>
<p>Das erfordert andererseits entsprechende Kenntnisse, und das ist vielleicht kein regelrechter Nachteil, aber wohl das größte Hindernis des tabletgestützten Unterrichts: der hohe Schulungs- und Qualifizierungsbedarf der Lehrkräfte. Außerdem mangele es noch an brauchbarem Lehrmaterial seitens der Verlage: Was die derzeit zu bieten hätten, seien „im Wesentlichen Schulbücher als PDF“, klagt Franz. Aber daran werde in Zukunft hoffentlich etwas ändern: „Man kann nicht mit den Methoden von gestern die Jugend von heute auf das Morgen vorbereiten.“ Das Interesse ist groß, sagt Hofmann &#8211; eine ganze Reihe von Schulen zeige sich interessiert an dieser Lernform, in und um Oldenburg seien es schon um die zehn Institutionen, die sich deren Einführung vorstellen können.</p>
<p>Die ständige Verfügbarkeit von Internetangeboten oder Spielen könnte sich als Problem erweisen, aber nicht unbedingt als neues, meint Franz: Manche Schüler lassen sich eben leichter vom Unterricht ablenken als andere, das war schon vor den Tablets so, damals habe man eben „Schiffe versenken“ gespielt. Auch in diesem Punkt sind die Lehrer gefordert. Hofmann ergänzt, dass das ohnehin kein explizites Schülerverhalten sei &#8211; auch Erwachsene verdaddeln einen Teil ihrer Arbeitszeit in der Onlinewelt; die Hauptsache sei doch in Berufs- wie im Schulleben, dass die Arbeiten bis zum Stichtag erledigt seien. Und was ist mit dem Abschreiben von Hausaufgaben? Ja nun, sagt Hofmann, das hat man früher im Bus gemacht, geht digital nur schneller. Und manche Dinge bleiben eh, wie sie immer waren: Denn natürlich ist es auch mit Tablet möglich, Hausaufgaben schlicht und einfach zu vergessen. Nur die klassische Ausrede mit dem Hund, der sie gefressen hat – die funktioniert nicht mehr.</p>
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		<title>Die Jungresolutionäre</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Jun 2011 04:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Nolte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stadtleben]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>

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		<description><![CDATA[Jährlich treffen sich in Oldenburg Hunderte Schüler zur Olmun, einer selbstorganisierten Simulation der Vereinten Nationen, und befassen sich mit den verschlungenen Wegen multilateraler Diplomatie. Eine Stippvisite beim Sicherheitsrat.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;">Jährlich treffen sich in Oldenburg Hunderte Schüler zur Olmun, einer selbstorganisierten Simulation der Vereinten Nationen, und befassen sich mit den verschlungenen Wegen multilateraler Diplomatie. Eine Stippvisite beim Weltsicherheitsrat.</span></p>
<div id="attachment_42623" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://www.noltejournal.de/Magazin/wp-content/uploads/2011/06/olmun.jpg"><img class="size-full wp-image-42623" alt="Einmal USA sein. Bild: M. Nolte" src="http://www.noltejournal.de/Magazin/wp-content/uploads/2011/06/olmun.jpg" width="600" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">Einmal USA sein. Bild: M. Nolte</p></div>
<p>Die Delegierten von Israel und Iran verstehen sich offensichtlich gar nicht so schlecht, Hilke Hochheiden und Julius Henckel lachen und scherzen, während sie sich abseits des Sitzungssaals im Alten Rathaus mit mir unterhalten. Es ist „Lobby Time“, die Sitzung unterbrochen; die Delegierten schlendern durch den Raum, reden abseits des Protokolls informell miteinander, bringen vielleicht den einen oder anderen Kuhhandel unter Dach und Fach oder drohen sich gegenseitig Luftschläge an: Willkommen im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen – in der Variante der Oldenburg Model United Nations, kurz Olmun.</p>
<p><strong>Politikstunden in Schlips und Kragen</strong></p>
<p>Es ist für Außenstehende nicht schwer zu erkennen, dass die jährliche Olmun-Zeit angebrochen ist: Eine Woche lang bietet sich den rund 700 teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, auch mal zwischen Konfirmation und Abifeier Anzug, Schlips oder Kostüm zu tragen und so die Innenstadt zu bevölkern. Ein… nun ja, gewöhnungsbedürftiger Anblick; in Kombination mit englischsprachigen Pressemitteilungen, unterzeichnet vom „Secretary General“ oder „Chief of Public Relations“ beschleicht einen mitunter das Gefühl, hier die nächsten Christian Lindners oder Philipp Mißfelders vor sich zu sehen. Ein Gefühl, das dankenswerterweise schnell wieder verfliegt: Die Teilnehmer nehmen ihr Projekt ernst, aber auch nicht zu ernst.</p>
<p>Dabei ist es nicht gerade der einfachste Themenkomplex, den sich die jungen Leute für ihre Version einer Sitzung des Weltsicherheitsrats ausgesucht haben: „Situation in the Middle East“. Vormittags ging es um den Zugang zum Gazastreifen, nachmittags sollte die Eindämmung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen auf dem Programm stehen. Debattiert wird ausschließlich auf Englisch, die Geschäftsordnung des realen Rats weitestgehend eingehalten. Die Zusammensetzung des Gremiums entspricht dem aktuellen Stand; Israel und der Iran gehören zwar nicht dazu, sind aber eingeladen worden, weil sie vom Thema in besonderem Maße betroffen seien.</p>
<p><strong>Auch mal Schurke sein</strong></p>
<p>Sie wollte unbedingt einen sogenannten „Schurkenstaat“ repräsentieren, sagt Hochheiden und lacht: „Mal gegen alles sein, und alle anderen hassen einen.“ Das bekomme sie im Rat durchaus zu spüren, etwa wenn sie sich dauernd den Vorwurf des Terrorismus ausgesetzt sieht. Es gebe immer mehrere Sichtweisen, so ihr Fazit, und die der islamischen Welt komme wohl tatsächlich oft zu kurz. Henckel als Vertreter Israels wiederum muss sich unzufrieden mit der gerade verabschiedeten Resolution, in der die Öffnung der Grenzen zum Gazastreifen gefordert wird, und dem Verhalten der westlichen Verbündeten zeigen, die diese Resolution unterstützt haben. „In Wirklichkeit“, sagt Henckel, „wäre die Abstimmung wohl ohnehin anders verlaufen.“</p>
<p>Die Lobby Time ist um, die Delegierten nehmen hinter ihren Fähnchen Platz, der nächste Tagesordnungspunkt steht auf dem Programm: Der französische Vertreter stellt einen Entwurf für eine Resolution zur Rüstungskontrolle im Nahen und Mittleren Osten vor, kommt aber nicht besonders weit: Mitten in seine Rede platzt die Meldung, dass ein israelisches U-Boot vor der iranischen Küste gesichtet worden sei. Helle Aufregung, Fragen werden an die leicht überrumpelt wirkenden diplomatischen Vertreter beider Länder gestellt, das übliche und aus der realen Welt bekannte Gerangel mit gegenseitigen Schuldzuweisungen, militärischen Drohungen und dem Widerwillen, als erster zurückzustecken, beginnt.</p>
<p><strong>Kameraden &#8211; das erfordert eine sofortige Resolution!</strong></p>
<p>Als wäre die Verwirrung nicht schon groß genug – Wer hat den Einsatzbefehl gegeben? Wie ist das Boot bewaffnet? – taucht ein weiterer Olmun-Teilnehmer auf, stellt sich als israelischer Abgesandter (mit dem für Heiterkeit sorgenden Vornamen Achmed) vor und droht angesichts des iranischen Nuklearprogramms mit Militäreinsatz. Nun geht es erst richtig rund, und obwohl der Vorfall weit hergeholt ist und die ausgetauschten Argumente bestenfalls an der Oberfläche des komplexen Themas kratzen, zeigt sich in Grundzügen die Funktionsweise und auch die Schwerfälligkeit des Gremiums. Eine neue Resolution muss her, egal, ob sie etwas bewirkt oder nicht, etwas anderes lässt sich ad hoc ja ohnehin nicht machen. Die Debatte um die Formulierung zieht sich enorm in die Länge, nahezu jeder Unterpunkt wird von irgendwem kritisiert und die Schülerinnen und Schüler ziehen es durch; ungeachtet der Tatsache, dass sie schon seit neun Stunden da sitzen und konferieren.</p>
<p>Das Geschacher um gewünschte und unerwünschte Formulierungen bekommen die Teilnehmer also zur Genüge mit, ebenso die strengen Regeln der Institution, was die Redebeiträge angeht. Und Geheimabsprachen, Hintertürtreffen, Kurzzeitbündnisse? Die klassische Veto-Diplomatie der fünf offiziellen Atommächte, die oft genug von nackter Erpressung nicht zu unterscheiden ist? Lässt sich das alles überhaupt auch nur ansatzweise nachvollziehen?</p>
<p>Ja, sagt Keno Franke, Chairman des Sicherheitsrats, wenngleich auch nicht „ganz so krass wie in der Realität“. Schon vormittags habe etwa der britische Delegierte mehrfach mit einem Veto gedroht, um bestimmte Passagen aus der Resolution zu werfen. Und auch die „Lobby Time“ zwischen den Sitzungen gebe den Teilnehmern eine zumindest grundlegende Vorstellung davon, wie Absprachen getroffen werden und wie man verhandeln muss, um es den „Big Five“ – den Vetomächten USA, Vereinigtes Königreich, Frankreich, China und die Russische Föderation – recht zu machen.</p>
<p><strong>Erste unter nicht Gleichen</strong></p>
<p>Überhaupt, die Großmächte. In der U-Boot-Debatte haben deren Delegierte den weitaus größten Redeanteil. Es mag vielleicht sein, dass diese Olmun-Teilnehmer ohnehin zu jenen Schülern gehören, die auch im normalen Unterricht öfter etwas beitragen als andere; in ihrer Simulation des Sicherheitsrats zeigt sich dadurch dennoch recht deutlich, wer – man verzeihe das Wortspiel – dort das Sagen hat, nämlich die mit den Atomraketen und dem Geld. Ohne die Großmächte fällt keine Entscheidung, da mögen die Vertreter Indiens, Portugals oder Bosniens mit noch so gutem Willen ihre Vorschläge einbringen. Und zumindest da ist die Olmun vermutlich nicht weit von der Realität entfernt. „Es geht ja auch darum, etwas über die Schwächen der UN zu lernen“, sagt Franke, und Julius Henckel ergänzt: „Man merkt, dass unter diesen Umständen eine konstruktive Lösung oftmals nicht möglich ist.“</p>
<p>Während der Autor dieses Artikels seinen Besuch nach drei Stunden beendet, sind die höchst engagierten Schüler immer noch dabei, erbittert um die Formulierung einer Resolution zu diesem Vorfall zu debattieren. Eine Verurteilung Israels für die militärische Provokation scheitert am Veto einer Großmacht – das ist durchaus realistisch. Dass es sich dabei um Frankreich handelt, wohl weniger; aber es geht ja auch nicht darum, einfach nur den wirklichen Sicherheitsrat nachzuspielen, sondern einen – wenn auch kleinen – Einblick in dessen Entscheidungswege zu bekommen.</p>
<p>Und das allerwichtigste, sagen Henckel und Hochheider, sei auch gar nicht das Debattieren, sondern der Kontakt zu den Teilnehmern aus anderen Ländern. Die kommen aus 15 Nationen, sagt Generalsekretärin Carla Henckel, „die meisten aus Europa, aber zum Beispiel auch einige aus den USA“. Auch dies dürfte dazu beitragen, den eigenen Horizont zu erweitern und mehr Verständnis für andere Standpunkte zu erlangen. Und wenn man, nachdem man sich soeben noch atomare Vernichtung angedroht hat, die Krise anschließend bei einem Bierchen in der Innenstadtkneipe beilegen kann, ist das ja auch etwas Schönes. Wenn es doch nur in der Realität so einfach wäre.</p>
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