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	<title>Noltejournal &#124; Magazin &#187; Grünkohlkönig &#124; Noltejournal | Magazin</title>
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		<title>Königlicher Klops</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Dec 2012 05:09:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Nolte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Grünkohlkönig]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuer Kohlkönig wird Umweltminister Peter Altmaier. Stellen wir ihn einmal kurz vor - allerdings wirklich kurz, denn über mangelnde Präsenz kann sich der Mann zurzeit nicht beklagen.]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang Dezember &#8211; höchste Zeit, den neuen Kohlkönig vorzustellen, ansonsten erliegen wir noch der Versuchung, darüber nachdenken, wo denn das ganze Jahr seit der Verkündigung des letzten schon wieder abgeblieben ist, und wer will schon über sowas grübeln. Nachfolger des EU-Energiekommissars Günther Oettinger mit der laufenden Nummer 56 auf dem Gemüsethron wird &#8230; der CDU-Umweltminister Peter Altmaier, der erste seines Vornamens. Hail to the Chief, Applaus, Applaus, Applaus! Stellen wir den Saarländer an dieser Stelle einmal kurz vor, wir haben gerade nichts anderes zu tun. Und es ist letztlich ja bloß der Kohlkönig, machen wir uns also locker und schreiben frei von der Leber weg.</p>
<p>Die Personalie Altmaier bedeutet zunächst einmal eines: nämlich, dass es schon wieder ein Vertreter des bürgerlichen politischen Lagers sein wird, an den sich die Stadt Oldenburg öffentlichkeitswirksam anbiedert. Also &#8220;bürgerlich&#8221; in der klassischen politiktheoretischen Definition &#8211; dass SPD und Grüne mittlerweile längst dazugezählt werden dürfen, lassen wir für den Moment einmal außer Acht. Also: Altmaier ist ein weiterer Kohlkönig aus dem schwarz-gelben Lager, der fünfte in Folge. Den Betrachter beschleicht das Gefühl, dass sich an dieser parteipolitischen Schieflage unter der Ägide Gerd Schwandners auch nichts mehr ändern wird; und manch einer mag die Frage anfügen, ob das nicht bloß die Fortsetzung der Intimfeindschaft zwischen OB und Grünen/SPD mit anderen Mitteln ist. Aber nur kurz, denn eigentlich ist es ja, so im kosmischen Sinne betrachtet, auch wieder ziemlich Pinkelwurst, wer das fleischige Zepter beim nächsten Berliner Gelage schwingt.</p>
<p>An der dürften die Oldenburger Grünen dieses Mal wohl relativ ruhigen Gewissens wieder teilnehmen, nachdem sie das diesjährige &#8220;Gröönkohl-Äten&#8221; wegen atomfreundlicher Aussagen Oettingers boykottiert hatten. Zwar hatte sich auch der Unionist Altmaier vor nicht allzu langer Zeit &#8211; allerdings noch vor Fukushima &#8211; mit dem Rest seiner Fraktion für Laufzeitverlängerungen der AKWs ausgesprochen; nach Fukushima allerdings vertrat er dann, ebenfalls mit dem Rest seiner über Nacht plötzlich komplett anders denkenden Fraktion, die neue Linie des vorzeitigen Ausstiegs. Als parlamentarischer Fraktionsgeschäftsführer zählte Altmaier schon zu den zentralen CDU-Granden, als er noch nicht in jeder zweiten Nachrichtensendung zu sehen war; heute ist er als Nachfolger des mit großem Kladderadatsch gescheiterten Norbert Röttgen Organisator der Energiewende mit entsprechender Medienpräsenz. Altmaier schien zuletzt die Ärmel hochzukrempeln, will immerhin das Atomklo Asse ausputzen und hat nun gar die Erkundung des Salzstocks in Gorleben vorerst gestoppt. Gut, zunächst nur bis zur Bundestagswahl im September 2013; im Rennen um die Endlagersuche bleibt Gorleben letztlich trotzdem &#8211; aber vor der Landtagswahl in Niedersachsen machen sich solche Ankündigungen vermutlich dennoch gut. Dass er zwischendurch bei der Windenergie <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/umweltminister-altmaier-eroeffnet-leit-messe-fuer-windenergie-in-husum-a-856480.html" target="_blank">ein wenig auf die Bremse tritt</a>, vielleicht weniger.</p>
<div id="attachment_42455" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.noltejournal.de/Magazin/wp-content/uploads/2012/12/peter-altmaier.jpg"><img class="size-medium wp-image-42455" alt="“Wo bleiben die denn mit dem Stromkabel?” Peter Altmaier, 150 Kilometer nordwestlich von Oldenburg, der Metropole des Nordwestens. BILD: BMU/Thomas Imo/photothek.net" src="http://www.noltejournal.de/Magazin/wp-content/uploads/2012/12/peter-altmaier-300x214.jpg" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">“Wo bleiben die denn mit dem Stromkabel?” Peter Altmaier, 150 Kilometer nordwestlich von Oldenburg, der Metropole des Nordwestens. BILD: BMU/Thomas Imo/photothek.net</p></div>
<p>Ohnehin hat Altmaier die beliebtheitstechnisch problematischen Steigerungen der Stromkosten am Hals, auch wenn das auf den ersten Blick nicht zwingend eine Sache des Umweltministeriums ist, durch die derzeit aber beinahe omnipräsente Kritik an der Energiewende aber gerne zu einer gemacht wird. Auch dass die Kosten für den verschlafenen und nun angesichts kommender Entschädigungszahlungen immer teurer werdenden Ausbau des Stromnetzes letztlich zum überwiegenden Teil am Verbraucher hängenbleiben werden, ist eine Entscheidung, die im Wirtschafts- und nicht im Umweltressort getroffen worden sein dürfte. Immerhin hält sich Altmaier mit seinem Unmut nicht zurück und führt &#8211; das macht ihn auch dem Nicht-Unionisten sympathisch &#8211; eine Art Dauerfehde mit Wirtschaftsminister (und, wem muss man das noch sagen, Ex-Grünkohlkönig und Vorgänger Oettingers) Philipp &#8220;Fipsi&#8221; Rösler, der das Erneuerbare-Energien-Gesetz mit der Kettensäge reformieren will und seinen Kabinettskollegen vor dem Klimagipfel in Doha bezüglich einer denkbaren <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/streit-vor-gipfel-zur-erderwaermung-altmaier-und-roesler-belasten-das-klima-1.1531806" target="_blank">Anhebung der CO2-Reduktionsziele deutlich hörbar zurückpfiff</a>. Dass der Umweltminister bei Dingen, die die Energiebranche betreffen, wenig zu melden hat und in den wirklich wichtigen Fragen gegenüber dem Wirschaftsministerium stets den Kürzeren zieht, hat ja irgendwo Tradition in diesem Land; dafür darf Altmaier den Stromkonzernen zwischendurch auch mal <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-11/altmaier-strompreis-erhoehung-kritik" target="_blank">Preistreiberei</a> hinter dem Deckmäntelchen der EEG-Umlage vorwerfen. Ändern wird das wenig.</p>
<p>Für seine Pläne zur Rettung des Dosenpfands bekam Altmaier unlängst vom <em>Spiegel</em> eins übergebraten &#8211; was eher dazu anregt, dem Saarländer die Schulter zu klopfen als ihn zu verdammen. An anderer Stelle zitiert das Nachrichtenmagazin den 54-Jährigen in einem <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-89343526.html" target="_blank">durchaus lesenswerten Portrait</a> mit den Worten &#8220;Schon als Jugendlicher bestand mein Leben nur aus Junger Union und Politik&#8221;, und in diesem Moment klopft man seine Schulter vielleicht noch ein-, zweimal mehr, aus Mitleid, weil er dafür vermutlich ziemlich oft auf dem Schulhof vermöbelt worden ist. Heute traut sich das angesichts seines Kampfgewichts von 140 Kilo niemand mehr, außer vielleicht Sigmar Gabriel. Altmaier spricht niederländisch, was ihm einen größeren Oldenburg-Bezug sichert als seinen zehn Vorgängern zusammen, beantwortet &#8211; auch das unterscheidet ihn von vielen Parteikollegen &#8211; <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/peter_altmaier-575-37449.html#questions" target="_blank">mitunter Fragen</a> auf <em>abgeordnetenwatch.de</em>, hat sich noch keine Hipsterbrille zugelegt, twittert gerne und weiß sogar, wie man einen Twitter- mit einem Facebook-Account verknüpft. Oder hat zumindest einen Praktikanten, der das weiß.</p>
<p>Am 25. Februar ist das 56. &#8220;Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten&#8221;, wie es so schön heißt, in der niedersächsichen Landesvertretung in Berlin angesetzt. Von der neuen Kohlmajestät wird &#8211; das ist neben dem obligatorischen Oldenburg-Besuch die einzige Amtspflicht &#8211; eine möglichst kurzweilige Rede erwartet. Mal sehen, ob er&#8217;s hinbekommt. Vielleicht kriegt Altmaier ja eine Steilvorlage, und zu jenem Zeitpunkt, fünf Wochen nach der Niedersachsenwahl, hat es sich bereits ausgefipsit. Der <a href="http://www.oldenburger-lokalteil.de/2012/01/19/der-fluch-des-grunen-gemuses/">Fluch des Amts</a> kennt schließlich keine Gnade. Und der Humorgehalt in Altmaiers Rede ergäbe sich da von selbst.</p>
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		<title>Der Fluch des grünen Gemüses</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 05:00:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maik Nolte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Panorama]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Grünkohlkönig]]></category>

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		<description><![CDATA[Reden, essen, singen, trinken, Reihenfolge variabel: Die Stadt Oldenburg lud zum jährlichen "Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten" nach Berlin. Ob dem neuen Kohlkönig ein ähnlich tragisches Schicksal blüht wie einigen seiner Vorgänger?]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;">Essen, singen, trinken, schnacken, Reihenfolge variabel: Die Stadt Oldenburg lud zum jährlichen &#8220;Defftig Ollnborger Gröönkohl-Äten&#8221; nach Berlin. Ob dem neuen Kohlkönig ein ähnlich tragisches Schicksal blüht wie einigen seiner Vorgänger?</span></p>
<div id="attachment_42553" class="wp-caption aligncenter" style="width: 625px"><a href="http://www.noltejournal.de/Magazin/wp-content/uploads/2012/01/Kohlessen.jpg"><img class="size-full wp-image-42553" alt="Begrüßungscocktails. FOTO: M. Nolte" src="http://www.noltejournal.de/Magazin/wp-content/uploads/2012/01/Kohlessen.jpg" width="615" height="386" /></a><p class="wp-caption-text">Begrüßungscocktails. FOTO: M. Nolte</p></div>
<p>Das jährliche Grünkohlessen in Berlin ist für alle Beteiligten eine feine Sache. Die Stadt kommt mit einem lockeren Thema in die überregionale Presse; Vertreter aus Wirtschaft und Politik können den denkbar kürzesten Weg nehmen, um über das zu sprechen, worüber Vertreter aus Wirtschaft und Politik nun mal so sprechen, und das auch noch bei Freibier – und Journalisten können es nutzen, um entweder ein bisschen was Buntes in den Politikteil zu bringen oder die provinzmajestätische Spaßehrung mehr oder weniger ironisch in einen Artikel über den entsprechenden Politiker einfließen zu lassen. Ansonsten ist in der Berichterstattung über die vergangenen 54 Kohlkönigszeremonien wohl schon alles geschrieben worden, was man dazu schreiben kann – zumeist mit deutlich brat-, meinetwegen auch pinkelwurstigem Unterton.</p>
<p>Was also noch schreiben über das städtisch organisierte Elitengelage? Dass das Wahlgetue der Kurfürsten ein bloßes So-tun-als-ob ist? Geschenkt, weiß jeder. Dass der Kohl lecker und das Bier kühl war? Schreiben andere zur Genüge. Dass das gemeinsame „Heil dir, o Oldenburg“-Singen mehr als nur ein bisschen piefig herüberkommt? Sei’s drum. Und dass der Anspruch an die Festredner, einen möglichst witzigen Wortbeitrag zu leisten, auch nicht immer so ganz erfüllt wird? Kann man sich denken. Ex-Kohlkönig Philipp Rösler etwa, den man sich ohnehin nur schwer mit einem Lampenschirm auf dem Kopf auf einer aus dem Ruder laufenden Party vorstellen kann, mag als herausragendes Beispiel gelten, der selbst das in dieser Hinsicht eher genügsame Grünkohlvolk – das bereits jubelt, wenn der frischgekürte König Günther Oettinger („Erstaunlich“, schreibt die <em>Süddeutsche</em>) sagt, das Wort „Bremen“ sei für ein Jahr aus seinem Wortschatz gestrichen – eher zum Weinen als zum Lachen gebracht hat.</p>
<p>Denn die Scherze, mit denen der FDP-Vorsitzende (&#8220;Nur Fragen zum Grünkohl!&#8221;) seine Abschiedsrede anreicherte, waren entweder uralt – Beispiele: Er habe die Zahl der Schafe im Oldenburger Land bestimmt, indem er die Beine gezählt und das Ergebnis dann durch vier geteilt habe oder, gnihihi, er sei in Oldenburg mit Blumen beworfen worden, an denen leider noch die Töpfe hingen &#8211; oder schlicht deplatziert. Er sei in Libyen gewesen, sagte der Wirtschaftsminister, und die Libyer hätten „nur eines von ihm gewollt: Das Rezept für Oldenburger Grünkohl“. Das, habe er geantwortet, gehe nun gar nicht, alles andere können sie haben, aber nicht das. „Kein Kohl für Öl!“ Harhar. Sagt der Mann, dessen Partei die Libyer vor nicht allzu langer Zeit schon mal veräppelt hat. Der Anteil der Gäste, die sich darüber beömmelt haben: Wahrscheinlich nicht mehr als zwei Prozent.</p>
<p>Sein Nachfolger schlug sich etwas besser, das heißt, soweit man ihn verstand, das ist nämlich auch dann nicht ganz einfach, wenn er deutsch spricht. Mit seinen „Gohlgöppen“, wie Oettinger die Anwesenden ansprach; in offenbarer Unkenntnis darüber, dass Grünkohl in Form einer Palme wächst. Gut, das sah man den dampfenden grünen Haufen auf den Tellern auch nicht wirklich an; Oettinger am allerwenigsten, der seine Miniportion ohnedies kaum angerührt hat, wie der dpa-Journalist beobachtet haben will. Ansonsten hat der Mann – Oettinger, nicht der dpa-Mitarbeiter – die maßgeblichen Wikipediaeinträge verinnerlicht: In der Bandbreite berühmter OldenburgerInnen &#8211; Helene Lange, Karl Jaspers, Ulrike Meinhof (ja, tatsächlich), Dieter Bohlen &#8211; fühle er sich durchaus wohl. Und er weiß, dass das Haus Oldenburg kreuz und quer durch Europa geheiratet hat. Dass Oldenburger mal den dänischen Thron bestiegen haben. Dass Kopenhagen deswegen eigentlich ein oldenburgischer Stadtteil sei, und da das Land derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, sei Oldenburg schlussendlich die Hauptstadt Europas. Jubel von den Gohlgöppen. Ach ja, und windig sei es hier auch, die EWE sei ein gutes Unternehmen und die &#8220;Spaßbremsen&#8221; von den Grünen würde er gerne mal im Rathaus besuchen.</p>
<p>Spaßiger, wenn auch etwas steif rübergebracht, war da schon die Rede Schwandners, die ihren Humorgehalt zu nicht unwesentlichen Teilen aus der momentanen Situation der FDP bezog. Wer in Niedersachsen Karriere mache, der werde „mit etwas Glück sogar Parteivorsitzender. Mit etwas Pech bei der FDP“. Der Partei, die zustimmungstechnisch im Bereich der Anarchistischen Pogopartei rangiere und bei der er es dann mit Leuten wie Rainer Brüderle, dem „Karl Moik der Wirtschaftspolitik“, zu tun habe.</p>
<p>Vielleicht schreibt man aber auch einfach über dies: Dass das Amt des Kohlkönigs offenbar nicht gerade förderlich für die weitere Karriere, ja, vielleicht gar ein Fluch ist. Wer in den vergangenen Jahren die Kette mit dem Schwein umgehängt bekam, rieb sich nicht selten kurz darauf die Augen ob des politischen Bedeutungsverlusts. Guttenberg, gekürt 2010, hat sich anschließend selbst demontiert. Ole von Beust: Fluchtartig die politische Bühne verlassen. Steinmeier: Wer war das doch gleich? Naja, und dann, gerade sechs Jahre ist es her, hieß der Kohlkönig Christian Wulff, und der ist jetzt gerade fällig. Und nun Rösler. Der habe aber doch während seiner Regentschaft Karriere gemacht, sagt Schwandner im Interview, er habe ja in dieser Zeit den Parteivorsitz übernommen. Aber das auch nur, weil eine andere Ex-Majestät den Laden gründlich an die Wand gefahren hat: Guido Westerwelle, Regent im Jahr 2003.</p>
<p>Ob der Fluch des vitaminreichen Gemüses auch Oettinger trifft – man wird sehen. Böse Zungen behaupten, als Kommissar in Brüssel liege seine Laufbahn ja ohnehin schon am Boden.  Und, um fair zu sein: Nicht alle ehemaligen Kohlkönige sind heute politisch erledigt. Manche haben es sogar hinterher zur Kanzlerschaft gebracht. Rösler kann sie alle aufzählen: „Schmidt, Schröder, Merkel und“ – festhalten, jetzt kommt’s – „na klar, Kohl“. Hihi. „Muttis Liebling“ (O-Ton Schwandner) selbst wird allerdings kaum je Teil dieser erlesenen Gruppe sein. A propos Mutti: Wer jetzt die zündende Idee hat, Angela Merkel als nächste Kohlkönigin vorzuschlagen, um sie mittelfristig loszuwerden – es ist zu spät, sie war es bereits, und sie hat den Fluch einfach ausgesessen.</p>
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