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	<title>noltejournal-blog &#187; Buchkritik</title>
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		<title>T.C. Boyle: The Inner Circle</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Nov 2014 15:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Zum ersten Mal einen Boyle auf englisch gelesen. Lag auch ein bisschen am deutschen Titel von &#8220;The Inner Circle&#8221;: Hier heißt der Roman &#8220;Dr. Sex&#8221;. Und wer möchte schon gerne in ein solcherart betiteltes Werk vertieft in der Regionalbahn gesehen werden?</p> <p>Dabei geht es gar nicht um Schmuddelkram. Das heißt: doch, schon, aber eben um [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2014/11/the_inner_circle.large_.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-738" alt="the_inner_circle.large" src="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2014/11/the_inner_circle.large_-195x300.jpg" width="195" height="300" /></a>Zum ersten Mal einen Boyle auf englisch gelesen. Lag auch ein bisschen am deutschen Titel von &#8220;The Inner Circle&#8221;: Hier heißt der Roman &#8220;Dr. Sex&#8221;. Und wer möchte schon gerne in ein solcherart betiteltes Werk vertieft in der Regionalbahn gesehen werden?</p>
<p>Dabei geht es gar nicht um Schmuddelkram. Das heißt: doch, schon, aber eben um die wissenschaftliche Seite. Genauer gesagt: Um den Biologen Alfred Kinsey, der mit Forschungen zum Sexualverhalten der Menschen Ende der 40er-, Anfang der 50er-Jahre die Grundlagen für das gelegt hat, was später als Sexuelle Revolution bezeichnet wurde. Die Tabubrüche, die er mit seinem Team in diesen stockreaktionären Zeiten beging, lassen sich kaum zählen. Das verspricht eine spannende Lektüre &#8211; aber dieses Versprechen wird, was mich betrifft, nur in begrenztem Maße eingelöst. Im Vordergrund stehen weniger die gesellschaftlichen Spannungsfelder, Konflikte und Brüche, sondern weit mehr die zwischenmenschlichen, festgemacht an einem fiktiven Mitarbeiter aus Kinseys Team. Letztlich ist &#8220;The Inner Circle&#8221; im Wesentlichen, neben der Erzählung einer wenig glücklichen Ehe und eines merkwürdigen Jobs, eine Charakterstudie des forschungsbesessenen Kontrollfreaks Kinsey, der auch überaus starken Einfluss auf das Privatleben seiner Kollegen nimmt.</p>
<p>Das ist, wie man es von Boyle erwarten darf, handwerklich auch durchaus gelungen &#8211; aber gefesselt hat es mich nicht unbedingt. Mir fehlten die Ideen, die Verwicklungen und die Absurditäten, die Romane wie &#8220;World&#8217;s End&#8221; oder &#8220;Drop City&#8221; zu jenen einzigartigen Leseerfahrungen machten, die sie nun einmal sind. Aber vielleicht muss man Boyle auch mal zugestehen, statt eines weiteren Meisterwerks einfach nur ein normales Buch mit einer normalen Handlung vorzulegen.</p>
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<p>&#8211;&gt; Weitere Buchbesprechungen gefällig? <a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/?cat=78">Hier entlang</a>!</p>
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		<title>Joe Haldeman: Der ewige Krieg</title>
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		<pubDate>Fri, 23 May 2014 15:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Da habe ich seit langem mal wieder ein Buch einfach mal so gekauft, ohne vorher vom Autor oder Titel je etwas gehört zu haben. Ließ mich blenden vom Sticker &#8220;50 Jahre Science-Fiction bei Heyne&#8221;. Dachte, wenn die schon so eine Jubiläumsreihe rausbringen, dann werden sie schon eine Auswahl getroffen haben, welche Bücher darin aufgenommen werden [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Da habe ich seit langem mal wieder ein Buch einfach mal so gekauft, ohne vorher vom Autor oder Titel je etwas gehört zu haben. Ließ mich blenden vom Sticker &#8220;50 Jahre Science-Fiction bei Heyne&#8221;. Dachte, wenn die schon so eine Jubiläumsreihe rausbringen, dann werden sie schon eine Auswahl getroffen haben, welche Bücher darin aufgenommen werden &#8211; mit etwas Glück vielleicht sogar die besten des Genres, die der Verlag zu bieten hat.</p>
<p><a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2014/05/buch-haldeman.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-682" alt="buch haldeman" src="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2014/05/buch-haldeman-189x300.jpg" width="189" height="300" /></a>Nun ja. Entweder habe ich mich getäuscht oder Heyne hat nicht wirklich viele Aktien im SF-Bereich. Die Story hinter &#8220;Der ewige Krieg&#8221; ist schnell erzählt, da sie wie das Szenario in gefühlten 90 Prozent aller SF-Schwarten daherkommt: Mensch erobert Weltraum, Mensch trifft auf Alienrasse, peng, rumms, Raumschiff putt, interstellarer Krieg von epischem Ausmaß ist da. Immerhin hatte Joe Haldeman eine ganz interessante Idee: Aufgrund der irren Entfernungen zwischen den Schlachtfeldern brauchen die Truppen Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte, um dort hinzugelangen und ebenso lange, um zurückzukehren &#8211; während sie selbst nur minimal altern. Nach jedem Einsatz finden sie mithin eine vollkommen veränderte Gesellschaft vor, in der sie sich schwer zurechtfinden; und hier &#8211; wie auch in den Kampfbeschreibungen &#8211; hält sich der 1974 erschienene Roman auch gar nicht lange mit spielerischen Andeutungen oder geschickt in die Handlung gebetteten Parallelen auf, sondern brät dem Leser die Vietnam-Parabel geradezu mit einem Knüppel über.</p>
<p>Eine zweite ungewöhnliche Idee Haldemans hängt mit sich ändernden sexuellen Orientierungen zusammen und ist mehr als nur ein bisschen merkwürdig, man möchte sagen: blöd. Ob den Autor eine latent homophobe Ader oder einfach nur das Verrennen in die Vorstellung einer möglichst bizarren Zukunftsentwicklung diesen Aspekt der Story entwickeln ließ, sei dahingestellt &#8211; sonderlich viel Sinn ergibt das alles jedenfalls nicht.</p>
<p>Was bleibt, ist ein handwerklich solider SF-Roman, den man lesen kann, aber auch nicht muss. Ja, ich weiß mittlerweile: &#8220;Der ewige Krieg&#8221; ist preisgekrönt. Und dennoch werde ich ihn schnell wieder vergessen haben.</p>
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		<title>Asterix bei den Pikten</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Dec 2013 22:39:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Diese Besprechung kommt mit einigem zeitlichen Verzug, denn selbstverständlich habe ich mir &#8220;Asterix bei den Pikten&#8221; noch am Tag seines Erscheinens gekauft. Als eingefleischter Fan bleibt mir ja gar nichts anderes übrig &#8211; das ist wie bei den Star-Wars-Freaks, die unbedingt sofort ins Kino müssen, sobald eine neue Episode anläuft. Und genau wie sie wusste [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Besprechung kommt mit einigem zeitlichen Verzug, denn selbstverständlich habe ich mir &#8220;Asterix bei den Pikten&#8221; noch am Tag seines Erscheinens gekauft. Als eingefleischter Fan bleibt mir ja gar nichts anderes übrig &#8211; das ist wie bei den Star-Wars-Freaks, die unbedingt sofort ins Kino müssen, sobald eine neue Episode anläuft. Und genau wie sie wusste auch ich schon vorher, dass ich enttäuscht werden würde.</p>
<p><span id="more-658"></span><a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/12/Asterix-bei-den-Pikten.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-659" alt="Asterix bei den Pikten" src="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/12/Asterix-bei-den-Pikten-225x300.jpg" width="225" height="300" /></a>Zunächst die gute Nachricht: &#8220;Asterix bei den Pikten&#8221; ist nicht gar so übel wie seine zwei, drei Vorläufer. Und nun die schlechte: Das ist auch schon das Positivste, das sich über den Band 35 sagen lässt. Etwas besser zu sein als das unsagbar grottige &#8220;Gallien in Gefahr&#8221; stellt nun wahrlich kein Qualitätssiegel dar.</p>
<p>Dabei folgen die Autoren dem bewährten Strickmuster: Asterix und Obelix verschlägt es in einen fremden Kulturkreis, was Ansatzpunkte für eine liebevolle Persiflage und augenzwinkernde Seitenhiebe auf dessen Eigenheiten bietet. Was der selige René Goscinny indes meisterhaft beherrschte, will seinem Erben Jean-Yves Ferri so gar nicht gelingen. Die Geschichte wurde aus alten Alben zusammengeklaut und lieblos zurechtgerührt, die Umschreibung der Sprachbarriere zwischen Galliern und Pikten ist schlicht albern, die Nebenfigur des römischen Volkszählers als humoristischer Notbehelf ebenso unlustig wie überflüssig und, und, und. Einzig der greise Methusalix hat eine neue und unterhaltsame Facette bekommen &#8211; um das Album aber auch nur halbwegs lesenswert zu gestalten, reicht das längst nicht aus. Auch nicht, dass die Zeichnungen Didier Conrads durchaus zu gefallen wissen.</p>
<p>Um an alte, glorreiche Goscinny-Zeiten anzuknüpfen, müsste Ferri noch einen weiten, sehr weiten Weg zurücklegen; und ich habe meine Zweifel, ob dieser Weg überhaupt zu einem Ziel führt. Vielleicht &#8211; und glauben Sie mir, dass es mir schwerfällt, das zu sagen &#8211; sollte man Asterix, Obelix und den Rest des kleinen, gallischen Dorfes einfach in Ruhe lassen. Der Punkt &#8220;Aufhören, wenn&#8217;s am schönsten ist&#8221; ist ohnehin längst verpasst.</p>
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		<title>George R. R. Martin: Sternenwanderer</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Oct 2013 11:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mein erster Gedanke, als ich das Buch im Laden sah, war: „Was zum &#8230;? Ein neuer Roman von George R. R. Martin? Und dann auch noch ein Science Fiction? Der Mann soll gefälligst erstmal den sechsten Band vom &#8216;Song of Ice and Fire&#8217; fertigschreiben, bevor er sich an was Neues macht; schließlich warten Millionen Menschen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein erster Gedanke, als ich das Buch im Laden sah, war: „Was zum &#8230;? Ein neuer Roman von George R. R. Martin? Und dann auch noch ein Science Fiction? Der Mann soll gefälligst erstmal den sechsten Band vom &#8216;Song of Ice and Fire&#8217; fertigschreiben, bevor er sich an was Neues macht; schließlich warten Millionen Menschen &#8211; allen voran ich selbst &#8211; sehnsüchtig auf die Fortsetzung des brillanten Epos aus der Feder des Meisters. Mein zweiter Gedanke war dann: „Hey, ein neuer Roman von George R. R. Martin! Und dann auch noch ein Science Fiction! Ich MAG Science Fiction!“ Eine Minute später war es gekauft. Eine Woche später überlegte ich, was ich mir stattdessen Schönes hätte kaufen können.</p>
<p><span id="more-654"></span><a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/10/Martin-Planetenwanderer.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-655" alt="Martin - Planetenwanderer" src="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/10/Martin-Planetenwanderer-196x300.jpg" width="196" height="300" /></a>Von der Vielschichtigkeit, der dichten Atmosphäre, den ineinandergreifenden Handlungssträngen &#8211; einer spannungsgeladener als der andere -, von den feinen Charakterzeichnungen und der sprachlichen Finesse der Game-of-Thrones-Reihe hat „Sternenwanderer“ leider so gut wie gar nichts. Letzterer Punkt mag einer missglückten Übersetzung geschuldet sein – „A Game of Thrones“ und seine Nachfolger hatte ich im Original gelesen (und empfehle das auch jedem anderen).</p>
<p>Aber auch sonst ist „Sternenwanderer“ … nun, das Wort der Wahl wäre: bemüht. Der Funke will indes partout nicht überspringen; und ich bin mir nicht einmal sicher, ob überhaupt einer vorhanden ist. Mit der Hauptfigur wird man trotz dessen Vorliebe für Katzen nicht warm; die einzelnen Szenarien wurden überdeutlich und ziemlich platt aus aktuellen Weltproblemen abgeleitet, die Handlung ist allzu konstruiert, ein Spannungsbogen nur zu Beginn erkennbar. Der Roman ist Papier gewordener Episodenfilm, aber einer ohne Hand und Fuß. Er liest sich, als hätte Martin nur mal eben eine kleine Fingerübung eingelegt, sich eine kurze geistige Ablenkung gewissermaßen als Ausgleichssport gegönnt, bevor er sich wieder an sein wahnwitzig komplexes Hauptwerk macht. Wenn es dem zugute kommt, soll’s mir recht sein.</p>
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		<title>Lothar-Günther Buchheim: Der Abschied</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Sep 2013 20:22:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>&#8220;Das Boot&#8221; hatte ich seinerzeit verschlungen; den Nachfolger &#8220;Die Festung&#8221; ebenfalls, auch wenn Buchheims darin zur Schau gestelltes und reichlich überbetontes inneres Widerständlergehabe ob dessen mäßiger Glaubwürdigkeit streckenweise nervte. Nun also das dritte Werk einer Trilogie, die zu keinem Zeitpunkt so wirkt, als wäre sie irgendwann als solche angedacht gewesen. &#8220;Der Abschied&#8221; liest sich vielmehr, [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Das Boot&#8221; hatte ich seinerzeit verschlungen; den Nachfolger &#8220;Die Festung&#8221; ebenfalls, auch wenn Buchheims darin zur Schau gestelltes und reichlich überbetontes inneres Widerständlergehabe ob dessen mäßiger Glaubwürdigkeit streckenweise nervte. Nun also das dritte Werk einer Trilogie, die zu keinem Zeitpunkt so wirkt, als wäre sie irgendwann als solche angedacht gewesen. &#8220;Der Abschied&#8221; liest sich vielmehr, als sei der Autor von seinem Verlag unter Verweis auf das Kleingedruckte gezwungen worden, noch einen Band zum Thema &#8220;Ich und der Alte&#8221; nachzulegen.</p>
<p><a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/09/Buchheim-Der-Abschied.jpg"><img src="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/09/Buchheim-Der-Abschied.jpg" alt="" title="Buchheim - Der Abschied" width="223" height="350" class="alignright size-full wp-image-608" /></a>Problemloser als bei so ziemlich allen anderen Büchern lässt sich der Inhalt dieses Werks in einem Satz zusammenfassen: Der Ich-Erzähler Buchheim und sein ehemaliger Kommandant fahren mit dem ersten und einzigen atomgetriebenen deutschen Schiff, dem Frachter <em>Otto Hahn</em>, nach Südafrika. Punkt. Das ist jetzt auch keine der Spannungserhaltung geschuldete Auslassung zentraler oder gar überraschender Handlungsstränge: Es gibt ja so gut wie keine.</p>
<p>Uninteressant ist der Hintergrund dieses, nun ja, Reiseberichts keineswegs: Buchheim lässt sich durchaus über die absurde Denke aus, die hinter dem Bau und Betrieb der <em>Otto Hahn</em> stand. Und ja, einige der in &#8220;Die Festung&#8221; offengebliebenen Fragen werden in der Tat beantwortet, so halbwegs jedenfalls. So erfährt der Leser endlich, was aus der Geliebten Simone geworden ist; die Frage ist allerdings, ob dafür wirklich 559 Seiten nötig waren, die &#8211; neben den ebenso unvermeidlichen und ausufernden Beschreibungen maritimer Technik &#8211; zum Großteil mit den gewohnt maulfaulen Dialogversuchen zwischen dem Erzähler und dem Alten angefüllt sind. Waren die in den Vorgängerbüchern noch stimmig und glaubhaft, wirken sie nun bloß noch bemüht Buchheim-style und plätschern dahin wie Kautschuk. Mag sein, dass das authentisch ist &#8211; fesselnd ist es nicht. Und dass Buchheim auch in diesem Buch wieder rückblickend alles schon vorher gewusst haben will, in diesem Fall die Gefahren der Atomenergie: Das nervt auch dieses Mal.</p>
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		<title>Michael Moore: Here comes Trouble</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Jul 2013 15:57:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der Satz „Michael Moore’s bestes Buch!“ aus der Besprechung in der New York Times prangt unüberlesbar auf der Rückseite des Covers; und mich beschleicht das Gefühl, dass ihm im Original ein „Nicht“ vorangegangen sein könnte, das es dann aus, äh, Gründen nicht mehr ins Zitat geschafft hat. Denn was Moore in seiner Autobiographie mit dem [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Satz „Michael Moore’s bestes Buch!“ aus der Besprechung in der New York Times prangt unüberlesbar auf der Rückseite des Covers; und mich beschleicht das Gefühl, dass ihm im Original ein „Nicht“ vorangegangen sein könnte, das es dann aus, äh, Gründen nicht mehr ins Zitat geschafft hat. Denn was Moore in seiner Autobiographie mit dem selbstbewussten Titel „Here comes Trouble – Mein Leben als Querschläger“ zu erzählen hat, ist zu nicht unerheblichen Teilen schlicht … belanglos.</p>
<p>Dabei fängt es gar nicht schlecht an: Was in Moore vorgegangen ist, als er während seiner „Shame“-Rede bei der Oscar-Verleihung und in den Wochen und Monaten danach im patriotismusbesoffenen Amerika offen angefeindet wurde, hat mich durchaus interessiert. Überraschend ist es nicht, was der Filmemacher zu berichten hat, aber immerhin detailreich.</p>
<p><a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/07/Moore-Trouble.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-566" title="Moore - Trouble" src="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/07/Moore-Trouble-189x300.jpg" alt="" width="189" height="300" /></a>Aber dann? Will man wirklich wissen, wie es für ihn war, als er sich zum ersten Mal verknallte – und, Überraschung, es genauso ablief wie bei jedem anderen Menschen auch? Ist es für irgendwen eine Bereicherung zu wissen, dass er als Baby zuerst eine Weile rückwärts krabbelte? Wollen wir wirklich etwas über seine Vorfahren wissen?</p>
<p>Immerhin – Moores lockere Schreibe versöhnt den Leser bis zu einem gewissen Grad mit den langweiligeren Passagen. Aber nicht mit dem unterschwelligen Messianismus, der sich durch das Buch zieht und der vielleicht vom Autor nicht einmal beabsichtigt war, aber dennoch nervt.</p>
<p>Letztlich ist es eine Aneinanderreihung von Anekdoten; die einen spannend und interessant, die anderen weniger. Dankenswerterweise rutscht Moore nicht in ein bloßes „Wie ich meine Filme gemacht habe“ ab, aber auf der anderen Seite ist gerade das ziemlich schade. Denn darüber, inwieweit er, wie ihm Kritiker vorwerfen, bei seinen Filmen trickste, manipulierte und Fakten hinbog – darüber hätte ich gerne etwas gelesen.</p>
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		<title>Robert Harris: Titan</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jun 2013 10:27:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchkritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>„Pompeji“ war großartig, „Fatherland“ sowieso: Wenn es jemand schafft, einen geschichtlichen Stoff in die Darstellungsform Roman zu übertragen und beiden Ansprüchen – dem historischen und dem literarischen – gerecht zu werden, dann der Brite Robert Harris. Mit entsprechenden Erwartungen ging ich an seinen Cicero-Roman „Titan“ heran – und war über weite Strecken ob der sich [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>„Pompeji“ war großartig, „Fatherland“ sowieso: Wenn es jemand schafft, einen geschichtlichen Stoff in die Darstellungsform Roman zu übertragen und beiden Ansprüchen – dem historischen und dem literarischen – gerecht zu werden, dann der Brite Robert Harris. Mit entsprechenden Erwartungen ging ich an seinen Cicero-Roman „Titan“ heran – und war über weite Strecken ob der sich durch die gesamten 527 Seiten ziehenden eigenartig schnörkellosen, manchmal gar trockenen Erzählweise, die sich an manchen Stellen wie ein eher lieblos heruntergerattertes Gedächtnisprotokoll liest, mehr als nur ein wenig irritiert, hier und da auch schlicht gelangweilt.</p>
<p><a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/Harris-Titan.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-550" title="Harris - Titan" src="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2013/06/Harris-Titan-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt dafür natürlich eine Erklärung. Harris schreibt aus der Sicht von Ciceros Sekretär Tiro, einem griechischen Sklaven, und man gelangt schnell zu der Vermutung, dass der Autor auch der typischen Erzählweise jener Zeit nahe kommen wollte. Und ganz am Ende klärt Harris seinen Leser auch darüber auf, dass genau das sein Ansatz war: Er wollte die Cicero-Biografie, die eben jener Tiro seinerzeit tatsächlich verfasst hatte, die heute aber als verschollen gilt, wieder aufleben lassen, und zwar möglichst so, wie sie damals vermutlich ausgefallen sein wird.</p>
<p>Das Problem dabei: Nach heutigen Maßstäben und Lesegewohnheiten als rhetorisch brillant zu bezeichnen sind antike Klassiker nur selten, was durch Harris’ Bemühen um weitreichende Authentizität somit leider auch auf „Titan“ zutrifft. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass mancher Leser das Buch lange vor diesem aufklärenden Epilog aus der Hand legt.</p>
<p>Zwar hätte „Titan“ das auch wieder nicht verdient, denn interessant bleibt das Leben des großen römischen Staatsmannes allemal. Man könnte sagen: Harris hat der Welt das Werk Tiros zurückgegeben – aber mir persönlich wäre ein Harris lieber gewesen.</p>
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