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	<title>noltejournal-blog &#187; Satire</title>
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		<title>Ausgehakt</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Nov 2012 12:55:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstück]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bei all dem Mord und Totschlag auf der Welt ist es bisweilen auch mal an der Zeit, Positives zu verkünden. Sie, die Welt, ist nämlich – unbeachtet von Politik und Medien – ein kleines Stückchen besser, sprich sicherer geworden: Der Geek-Stuff-Lieferant „getdigital“ stellt den Verkauf von Ninja-Kleiderhaken ein.</p> <p>Lob und Dank dafür gebührt dem „Deutschen [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bei all dem Mord und Totschlag auf der Welt ist es bisweilen auch mal an der Zeit, Positives zu verkünden. Sie, die Welt, ist nämlich – unbeachtet von Politik und Medien – ein kleines Stückchen besser, sprich sicherer geworden: Der Geek-Stuff-Lieferant „getdigital“ stellt den Verkauf von Ninja-Kleiderhaken ein.</p>
<p><span id="more-473"></span>Lob und Dank dafür gebührt dem „Deutschen Waffen-Journal“, dem Zentralorgan der pazifistischen Bewegung in Deutschland. Das traditionell waffenkritische Blatt – das etwa mit Titelbildern von Kindern, die lächelnd eine Pistole in Richtung des Betrachters richten, bewusst den Finger in die Wunden einer moralisch verkommenen spätkapitalistischen Gesellschaft legt oder in mehrseitigen gefaketen „Test-Berichten“ über Softair-Nachbildungen des G36-Sturmgewehrs die Auswüchse einer zunehmend salonfähigen Waffenbegeisterung anprangert – berichtete, dass die Kleiderhaken, die die Form eines in der Wand steckenden Wurfsterns haben, in Deutschland verboten seien.</p>
<p>Sind sie zwar strenggenommen gar nicht, wie das Bundeskriminalamt mitteilte: Ein entsprechender „rechtsmittelfähiger Feststellungsbescheid“ liege im Falle der todbringenden Aufhängevorrichtungen nicht vor. Noch nicht, müsste man aber hinzufügen, denn glücklicherweise gibt es für genau diesen Fall einen Gesetzesparagrafen, nämlich § 2 Abs. 3 i.V.m. Anlage 2 Abschnitt 1 Nr. 1.3.3 WaffG. Und unter den fielen die Jackenhalter ganz „unzweifelhaft“.</p>
<p>Die Firma „getdigital“ reagierte und nimmt die Sterne nun aus dem Verkauf. Damit ist den engagierten Machern des DWJ gewissermaßen im Vorbeigehen ein spektakulärer Erfolg gegen den internationalen Waffenhandel gelungen – und Branchenprimi wie „getdigital“ müssen sich wohl warm anziehen. Denn die Kleiderhaken sind nicht das einzige Mordinstrument im martialischen Sortiment des Onlineshops: Neben den Wand-Sternen bieten die kaltblütigen Lieferanten des Todes auch Lichtschwerter, Minecraft-Äxte und – der letzte Schrei auf den internationalen Militärmessen – die „Airzooka“ an, eine Kanone mit nichtletaler Mannstoppwirkung, die einen Ball aus purer Luft abfeuert. „Mit diesem Tool kann man seinem Gegner die Haare zu Berge stehen lassen“, verspricht die Firma im zynischen Jargon des Milieus. Hohe Sicherheitsbeamte aus China, Syrien und Niedersachsen sollen bereits Interesse bekundet haben.</p>
<p>Mittlerweile ist die Firma sogar auf dem Gebiet der elektronischen Kriegführung aktiv („Fernbedienungs-Blockierer“) und bietet komplette Waffensysteme an – der USB-gesteuerte Raketenwerfer, per Smartphone mobil überall einsetzbar, dürfte nicht nur ein Fall für das Kriegswaffenkontroll-, sondern auch für das Luftsicherheits- und das Terrorismusbekämpfungsgesetz sein.</p>
<p>Das alles steht, ganz legal, in diesem „Internet“ und kann von jedem Elfjährigen bestellt werden. Höchste Zeit, dass diesen über Leichen gehenden Geschäftsleuten das blutige Handwerk gelegt wird. Und dass den nur allzu bescheiden auftretenden Jägern und Sammlern des DWJ ihr unermüdlicher Kampf gegen solche Perversionen einmal in aller Offenheit angerechnet wird.</p>
<p>Auch wenn die üblichen Waffenfreaks bestimmt wieder mit ihrem Standardargument kommen werden: „Nicht die Kleideraufhänger töten Menschen – es sind die Nerds, die sie werfen.“</p>
<p>Erzählt das mal den Hinterbliebenen der Ninja-Haken-Opfer.</p>
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		<title>Niere im Angebot, 100 Gramm für 5,99</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 17:30:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Satire]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Von der Uni Bayreuth kommt momentan auch nicht viel Gutes. Erst wird dem Upper-Class-Studenten Karl-Theodor zu Guttenberg &#8211; der zufällig zu den Geldgebern der Uni gehört &#8211; der Doktortitel samt Prädikat &#8220;summa cum laude&#8221; hinterhergeworfen, während anderswo Studierende ein Seminar wiederholen müssen, wenn sie beim Abschreiben aus der Wikipedia ertappt werden &#8211; und dann auch [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Von der Uni Bayreuth kommt momentan auch nicht viel Gutes. Erst wird dem Upper-Class-Studenten Karl-Theodor zu Guttenberg &#8211; der zufällig zu den Geldgebern der Uni gehört &#8211; der Doktortitel samt Prädikat &#8220;summa cum laude&#8221; hinterhergeworfen, während anderswo Studierende ein Seminar wiederholen müssen, wenn sie beim Abschreiben aus der Wikipedia ertappt werden &#8211; und dann auch noch dies: Ein Volkswirtschaftler der Hochschule, die längst den Spitznamen &#8220;Buyreuth&#8221; weg hat, entwickelt ein ganz innovatives Konzept zur Aufstockung der Kassenlage von Hartz-IV-Empfängern. <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/579402/" target="_blank">Sie könnten ja einfach ihre Organe verkaufen</a>.</p>
<p><span id="more-319"></span>Tja. Warum soll in Deutschland nicht auch funktionieren, was in Drittweltländern schon lange geschieht, mit rostigem Skalpell und Anästhesie per Drogencocktail? Schließlich braucht man ja sowieso nicht unbedingt <em>beide </em>Nieren, oder? Ist doch geradezu spätrömisch-dekadent. Und vielleicht lässt sich ja auch der eine oder andere Lungenflügel transplantieren. Da im Hartz-IV-Satz kein Posten mehr für Tabakwaren vorgesehen ist, kann man da mittelfristig gute Qualität erwarten. (Anders als bei Hartz-IV-Lebern, würde der eine oder andere Jungunionist oder Liberale jetzt vielleicht einwerfen, aber das sollen die in ihren eigenen Blogs schreiben.)</p>
<p>Rund neun Meter Darm hat man als Ressource zur Verfügung &#8211; da schadet es doch nicht, einen halben Meter davon an einen betuchteren Darmkrebspatienten zu veräußern. Oder Haut &#8211; zwei Quadratmeter! Zahlungskräftige Brandopfer freuen sich über jeden Schnipsel; und wenn man sie an einer unauffälligen Stelle wegscneidet, merken es nicht einmal die Nachbarn. Und wer seiner Familie etwas richtig Gutes tun will, der gibt sein Herz her. Das ist für die Angehörigen nicht nur am lukrativsten, sondern für den Rest der Gesellschaft auch noch sozialverträglich.</p>
<p>Ich frage mich allerdings: Zahlt das dann auch die Kasse? Oder gehen die Kosten für den Eingriff vom Bruttoerlös des Spenders ab? Und a propos Erlös: Müsste der nicht streng genommen sowieso als Zusatzverdienst mit dem Alg-II-Regelsatz verrechnet werden?</p>
<p>Aber im Ernst: Wie weit ist es mit dieser Gesellschaft eigentlich gekommen, dass der notgedrungene Verkauf von Körperteilen zur Abwendung des Hungertods öffentlich als nachdenkenswerte Alternative zu Sozialleistungen ins Gespräch gebracht wird? Vielleicht schlägt demnächst noch ein anderer Wirtschaftswissenschaftler vor, Hartz-IV-Empfänger könnten ja ihre Kinder verstümmeln, damit sie beim Betteln höhere Erfolgsaussichten haben? Schließlich muss man sich doch am freien Markt positionieren und gegen die Konkurrenz behaupten können.</p>
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		<title>Pssst&#8230; wollen Sie ein &#8220;G&#8221; kaufen?</title>
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		<pubDate>Wed, 19 May 2010 13:33:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[Maik]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Oldenburg]]></category>
		<category><![CDATA[Privates]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[Gelbe Säcke]]></category>
		<category><![CDATA[Mangelwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Müll]]></category>
		<category><![CDATA[Recycling]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Knappes Gut: Der Gelbe Sack</p> <p>Gelbe Säcke gibt es in meiner Heimatstadt Oldenburg, wohl aufgund exzessiver Zweckentfremdung, nur noch gegen Bezugsschein. Und natürlich musste ich den meinen, kaum dass ich ihn beantragt und zugeschickt bekommen habe, auch gleich wieder verschlüchtern. So ein Mist &#8211; heißt das jetzt, dass ich nicht nur keine Säcke, sondern [...]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_52" style="width: 160px" class="wp-caption alignright"><a href="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/sack.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-52" title="sack" src="http://www.noltejournal.de/Blog/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/sack-150x150.jpg" alt="Gelber Sack" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Knappes Gut: Der Gelbe Sack</p></div>
<p>Gelbe Säcke gibt es in meiner Heimatstadt Oldenburg, wohl aufgund exzessiver Zweckentfremdung, nur noch gegen Bezugsschein. Und natürlich musste ich den meinen, kaum dass ich ihn beantragt und zugeschickt bekommen habe, auch gleich wieder verschlüchtern. So ein Mist &#8211; heißt das jetzt, dass ich nicht nur keine Säcke, sondern auch keinen Kaffeeersatz, kein Dosenbrot und keine Schokakola mehr bekomme?</p>
<p><span id="more-51"></span>Und wenn ich jetzt <em>schon wieder</em> einen Antrag auf Zusendung eines Scheins stelle &#8211; mache ich mich damit nicht verdächtig? Würde nicht eine Erklärung von mir verlangt, was mit all den anderen Säcken geschehen ist? Denn offenbar gibt es ja massive Nachschubprobleme, vielleicht gelten die Teile gar als kriegswichtige Ressource. Nachher denken die noch, ich verticke die Gelben Säcke auf dem Schwarzmarkt. Dabei wüsste ich nicht einmal, wieviel Stangen Zigaretten man für eine Rolle kriegen würde.</p>
<p>Na, ich hoffe das Beste. Das eigentliche Problem wird dann in etwa vier bis fünf Wochen auftreten, wenn ich <em>wieder </em>welche beantragen muss &#8211; denn wie jeder weiß, zerreißen drei von vier Säcken beim Versuch, sie in die Plastiktonne einzuspannen. Oder wenn man sie einfach nur scharf anschaut. Die Rolle wird also nicht lange reichen; uns dann wird es ernst werden &#8211; ich sehe mich schon gefesselt auf einem Stuhl in einem  heruntergekommenen Hinterzimmer in der Emsstraße sitzen, eine  Schreibtischlampe direkt in mein Gesicht gedreht&#8230;</p>
<p>&#8230; nun, ließe sich immerhin eine nette Reportage draus machen.</p>
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